Die Wallfahrtskirche St. Clemens in Telgte blickt auf eine jahrhundertealte Geschichte zurück – mit der umfassenden Neugestaltung im Jahr 2025 wurde diese Tradition in eine zeitlose, moderne Formsprache übersetzt. Wir durften diese Transformation mitgestalten und maßgefertigte Metallarbeiten und liturgische Objekte planen, fertigen und montieren.
Die von uns gefertigten Windfänge und das Spitzbogenelement an der Haupteingangstür sind aus Stahl hergestellt und mit einer speziellen Messingoptik beschichtet. Die Handhaben sind aus brüniertem Messing gefertigt - das Handwerk wird bei jeder Berührung haptisch erlebbar.
Im Kirchenschiff haben wir zwei freistehende Kuben gebaut – verkleidet mit brünierten Messingblechen, fügen sich der Beicht- und der Depotraum in die Architektur ein. In der Tür des Beichtraums ist eine vergoldete Fuge eingearbeitet, die ein Kreuz bildet. Dank der verglasten Deckenkonstruktion bleibt dieser Orte der Intimität hell und einladend.
Die größte handwerkliche Herausforderung lag in der Fertigung der zentralen liturgischen Elemente. Hier floss technisches Know-how in künstlerischen Ausdruck: Das Kreuz, der Tabernakel und der Ambo.
Das freischwebende Kreuz trägt einen versilberten Christus aus dem 13. Jahrhundert und ist selbst mittels spezieller Seile an der Decke der Kirche befestigt. Der Tabernakel gibt beim Öffnen der Türen den Blick auf ein strahlendes, vergoldetes Inneres frei, in der die Monstranz beherbergt wird. Der Ambo lässt sich durch eine unsichtbare, präzise Mechanik in alle Richtungen drehen und einrasten, was den Rednern bei Predigten und Lesungen Freiheit im Raum schenkt.